Nach der Förderzusage des Bundes in Höhe von 18,4 Millionen Euro für den Glasfaserausbau in Völklingen hat sich der Lauterbacher Ortsvorsteher Erik Roskothen mit einem Schreiben an Oberbürgermeister Stephan Tautz gewandt. Darin begrüßt er die finanzielle Unterstützung ausdrücklich, mahnt jedoch konkrete Antworten für die Bürgerinnen und Bürger an.
„Die Förderzusage ist zweifellos eine positive Nachricht für unsere Stadt“, so Roskothen. „Aber die entscheidende Frage lautet: Wann erhalten die Haushalte konkret einen nutzbaren Glasfaseranschluss?“
Nach dem Scheitern des Projekts mit der Deutschen Glasfaser (DG) sei bislang nicht erkennbar, wie die angekündigte flächendeckende Versorgung nun umgesetzt werden solle. Gerade in Lauterbach hatten sich im Rahmen der Nachfragebündelung bis März 2022 über 40 Prozent der Haushalte für einen Vorvertrag entschieden – die höchste Quote im gesamten Stadtgebiet. „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht Klarheit: Was geschieht mit ihren Vorverträgen? Besteht Handlungsbedarf, müssen diese gekündigt werden?“, betont Roskothen.

Zudem stellt er weitere Fragen zur technischen und finanziellen Umsetzung: Können bereits verlegte Leerrohre der DG genutzt werden oder drohen erneute Tiefbauarbeiten auf den Landstraßen nach Lauterbach? Welche Zukunft hat der errichtete Point-of-Presence (POP) auf dem Glashüttenplatz? Bleibt ein Eigenanteil der Stadt und wer wird künftiger Projektpartner, wer Netzbetreiber?
Roskothen kündigte an, die Thematik in der Ortsratssitzung am 18. März beraten zu wollen. Er bittet die Verwaltung um eine umfassende und transparente Darstellung des aktuellen Sachstands. „Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre haben die Menschen Anspruch auf Verlässlichkeit und eine offene Kommunikation ohne Beschönigungen“, so der Ortsvorsteher.
Hintergrund: https://www.voelklingen.de/presse/detail/184-millionen-euro-fuer-den-gigabitausbau
